Danke für die tollen Beiträge!

      Komödie oder besser gesagt Drama in 14 Akten:
      Sanierung der Horchheimer Brücke
      Dokumentation seit 2007 von Waltraud Daum:


Dokumentation lesen

Leserbrief von Charlotte Keul zum Artikel “Trierer Straße: Ärger über weniger Stellplätze”
in der Rhein-Zeitung am 21.11.2020:

Es gibt doch eine ganz einfache und wie ich meine, geniale Lösung für die Trierer oder die Mainzer und überhaupt alle Straßen. Sie kostet keinen Cent, macht keinerlei Mühe und die AnwohnerInnen behalten ihre Parkplätze: Alle Autofahrerinnen halten sich an die Straßenverkehrsordnung, was heißt, dass sie den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 einhalten, nicht drängeln, den Weg nicht abschneiden und Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten. Dann fühle ich mich als Radfahrerin auf der Straße sicher (wo ich eigentlich hingehöre!) und brauche keinerlei Sonderbehandlung. Jetzt kommt sicher wieder das Argument, dass Radfahrer*innen auch Verkehrsregeln brechen. Das stimmt. Aber es wäre einen Versuch wert und ich bin sicher, dass dann die Missachtung von Verkehrsregeln (z.B. Fahrräder illegal auf Fußwegen) schlagartig abnähme! Eine absolute Win-win-Win-Situation für alle Beteiligten!

Weitere Erfolge zeigen sich!
Der Rad- und Fußweg wurde durch Hinweise von uns und auf Betreiben des neuen Radverkehrsbeauftragten in einen reinen Fußweg umgewidmet!
Anmerkung von Charlotte Keul vom 23.11.2020

Kommentar zum Rad- und Gehweg in der Brückenstraße in Pfaffendorf. Selbst wenn er nicht zugeparkt ist (siehe Foto), macht er für Radfahrer keinen Sinn. Die Straße, eine Sackgasse zur Pfaffendorfer Brücke hinauf, ist bestens für Radfahrer geeignet. Genutzt wird der Rad- und Gehweg ohnehin nur von den wenigsten Radfahrern. Alle die sich an die Radwegebenutzungspflicht halten, gefährden sich und insbesondere die Anlieger. Meine Bitte: Er sollte den Fußgängern überlassen werden oder zumindest in einen Gehweg auf dem das Radfahren in Schrittgeschwindigkeit gestattet ist, umgewidmet werden. Habt auch den Mut Radwege abzuschaffen, wo sie absolut überflüssig und gefährlich sind. Bernhard Theis

Leserbrief von Michael Berger zum Artikel “Trierer Straße: Ärger über weniger Stellplätze”
in der Rhein-Zeitung am 21.11.2020:

Parkplätze für Individualverkehr über dem Grundrecht auf Unversehrtheit?
Es gibt kein Grundrecht auf Parkflächen im öffentlichen Verkehrsraum! Sehr wohl aber sichert Artikel 2 Absatz 2 im Grundgesetz folgendes Grundrecht: “Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit”. Diese körperliche Unversehrtheit für Fußgänger und Radfahrer ist in der jetzigen Verkehrsaufteilung der Trierer Straße gefährdet, und an Entsorgungstagen (wenn jegliche Entsorgungstonne den sehr engen Raum zudem belegt) extrem gefährdet. Das scheint aber diversen Parteien völlig egal zu sein und sie schwingen sich zum Retter möglichst vieler Parkplätze auf. So funktioniert aber weder die Bekämpfung des Klimanotstandes in Koblenz noch die längst überfällige Verkehrswende! Sowohl der Umstieg auf das Fahrrad wie auch die Rekommunalisierung und Förderung des öffentlichen Nahverkehr durch die Stadt Koblenz sind sehr gute Bausteine dieser Verkehrswende. Nicht nur in der Trierer Straße, sondern über ganz Koblenz verteilt gibt Interessenkonflikte zwischen Verkehrsteilnehmern. Lösungen mit weniger Individualverkehr auf 4 Rädern können uns weiterbringen. Nutzen wir diese Chancen!
Michael Berger Aktiver beim Radentscheid-Koblenz

Wir haben es geschafft!
Die Karthause ist nun komplett abgedeckt mit Nachbarschaftsbriefen! Danke an die vielen fleißigen Helfer, die hier Unterschriftenlisten ausgetragen oder bei den Infoständen geholfen haben!!! Es ist wirklich toll zu wissen, dass es so viele engagierte Menschen bei der Initiative Radentscheid Koblenz gibt. Viele von Euch stellen einen Großteil ihrer Freizeit zur Verfügung, um sich für ein fahhrad- und auch fußgängerfreundliches Koblenz einzusetzen. Das ist wirklich bemerkens- und vor allem auch sehr lobenswert! Der Dank gilt natürlich nicht nur den fleißigen Unterschriftensammlern auf der Karthause, sondern auch allen anderen Aktiven in den verschiedenen Stadtteilen. Zudem möchte ich auch die Arbeit hinter den Kulissen hervorheben, zum Beispiel die Gestaltung der Homepage: ihr macht das echt super – und das alles auch noch ehrenamtlich und neben der sonstigen Arbeit, die im Alltag so anfällt. Vielen Dank! Katrin Hommen

Leserbrief von Michael Berger zum Artikel “Die 20 wichtigsten Bauprojekte in Koblenz”
in der Rhein-Zeitung am 11.11.2020:

Zunnächst möchte ich Stephanie Mersmann Dank dafür aussprechen , dass sie TOP 11 der letzten Ratsitzung in ihrem Artikel beleuchtet hat. Die Prioritäteliste für förderungswürdige Bauprojekte in Koblenz vom Tiefbauamt wurde ohne Änderungen vom Rat verabschiedet, einstimmig! Und das gerade mal 14 Monate nachdem die Stadt Koblenz den Klimanotstand ausgerufen hat. Außer den Grünen, die sich wohl noch an die grün-rot-rote Mehrheits-Aktion erinnern können, scheint keine weitere Partei andere Prioritäten setzen zu wollem. Der Radentscheid-Koblenz möchte das aber sehr wohl. Diese Bürgerinitative hat 7 Ziele formuliert und sammelt darunter Wählerunterschriften. Wir nähern und der Zahl 6000 und haben das Qurorum von 5% der Wählerschaft schon lange übertroffen. Durchgängige und sichere Fahrradwege, von Fußgängerwegen ordentlich getrennt, ist unsere Kernforderung. Dieses gilt für Brücken wie die Pfaffendorfer und Horchheimer Eisenbahnbrücke sowie Durchgangsstraßen wie Beatus, Trierer, Mainzer, Simmerer Straße und Wallersheimer Weg – um mal ein paar Namen zu nennen. Da diese Prioritätenliste ja flexibel ist und an Aktualitäten angepasst werden kann, freuen wir uns auf konstrutive Gespräche mit Rat und Verwaltung. Und ja, alle unsere Forderungen halten nicht nur dem Klimavorbehalt Stand, sondern reduzieren deutlich CO2 und Schadstoffe. Der gesundheitliche Aspekt des Radelns dürfte allen bestens bekannt sein!

Auto – Nein danke!

Wie das Auto zum Dominator wurde | Von der autogerechten zur menschengerechten Stadt | Weniger Autos: Was bedeutet das für die Wirtschaft? | Ohne Auto auf dem Land | Wer hat die Nase vorn: Auto, Fahrrad oder ÖPNV?

Geht doch!!! Ein Lehrfilm für alle Stadtplaner und Verkehrspolitiker (Quelle: Das Erste Mediathek [w] wie wissen):

Eure Meinung ist gefragt!

Betrifft die Umfrage der TU Dresden zu “Radfahren bei beengten Verhältnissen – Wirkung von Piktogrammen und Hinweisschildern auf Fahrverhalten und Verkehrssicherheit”. In einer 15 min Folgebefragung möchte die Technische Universität Dresden herausfinden, wie verschiedene Positionen von Radfahrenden auf der Fahrbahn beurteilt werden. Nicht nur Radfahrende, sondern auch Fußgänger/- innen und KFZ-Fahrende sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Danke für eure Teilnahme!

Hier gehts zur Pressemitteilung der Stadt Koblenz
Und hier direkt zur Umfrage

Erste Erfolge zeigen sich! Beide unsinnigen Engstellen auf der Rampe zur Pfaffendorfer Brücke wurden durch Hinweise von uns und auf Betreiben des neuen Fahrradbeauftragten beseitigt! Anmerkung von Charlotte Keul vom 03.11.2020

Nachher: Engstelle 1
Nachher: Engstelle 2
Vorher: Engstelle Nr. 1

Gerne würde ich Ihre Aktion aktiv unterstützen, da ich täglich in Koblenz mit dem Rad unterwegs bin. Ich wohne in Urbar und darf daher nicht an der Unterschriften Aktion teilnehmen. Schade! Hier ein Bild von unnötigen Engstellen aus Ehrenbreitstein an der Pfaffendorfer Brücke, welche einfach und schnell geändert werden könnten. Beitrag u. Fotos: Johannes Nickel

Pfaffendorfer Brücke 1
Vorher: Engstelle Nr. 2

DAS WAR STADTRADELN 2020 IN KOBLENZ

Bericht der Stadtverwaltung Koblenz: HIER

Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact von Robert S. –
Kinder aufs Rad – für ein lebenswertes Koblenz: Teilnahme hier
(Anmerkung: Ihre digitale Unterschrift bei Campact ist keine Unterschrift für das Bürgerbegehren Radentscheid Koblenz. Für Ihre Unterschrift zum Bürgerbegehren Radentscheid Koblenz laden Sie bitte die Unterschriftenliste herunter (Hier) und unterschreiben Sie auf Papier (nach der GemO ist eine elektronische Petition für ein Bürgerbegehren nicht ausreichend).

Prominente unterstützen den Radentscheid Koblenz

Bei meinem Vater hiess es schon immer: es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung! Das gilt für das zu Fuss unterwegs sein genau so wie fürs Fahrrad fahren. Also: rauf aufs Rad, das tut der Umwelt und der eigenen Gesundheit gut und vor allem: es macht super gute Laune.

Claudia Kleinert, ARD-Moderatorin (geboren in Koblenz-Metternich)

Gratulation an den Radentscheid Bonn zum 1. Platz beim STADTRADELN mit knapp 49.000 geradelten Kilometern und weiterhin viel Erfolg beim Bürgerbegehren! Die Unterschriften sind unter Dach und Fach und werden am 02.11.2020 dem Stadtrat übergeben. Hier geht’s zur Website…

Auszug aus einem Artikel von Albrecht Selge gefunden am 17.10.2020 in der

Verantwortungslos? Neulich sprach ich eine Autofahrerin an, die ihr Fahrzeug auf einem dieser berüchtigten Fahrrad-„Schutzstreifen“ geparkt hatte, um sich in die Lektüre ihres Smartphones zu vertiefen. Ich war freundlich, denn meine Frau hatte mich mit Recht ermahnt, nicht immerzu auszurasten, und man freut sich hierzustadt ja sowieso, wenn Autofahrer ihre Handys immerhin nicht beim Abbiegen benutzen. Wie sie es fände, fragte ich in aller Höflichkeit, wenn ihr Kind auf diesem Radstreifen führe und da ein Auto drauf parkte? Sodass ihr Kind gezwungen wäre, nach links auf jene Spur auszuweichen, auf der Autos gerne mal mit sechzig, siebzig Sachen heranbrettern? Erschrocken schaute sie mich an. Und antwortete: Niemals wäre sie so verantwortungslos, ihr Kind in der Stadt radfahren zu lassen

Artikel von Johannes Fuck vom 14.10.2020 auf www.unser-rübenach-de:

Rheinisches Grundgesetz besagt in Artikel 1: Et is wie et is.
So könnte man die aktuelle Stadtplanung in Koblenz sehen und sich mit der Verkehrssituation abgeben. Wir könnten uns auch die nächsten Jahre in einmütiger Übereinstimmung über unsichere Radwege und zu schmale Gehwege austauschen.
Koblenz hat einen VerkehrsEntwicklungsPlan 2030 (VEP 2030) erstellt, hat einen Fahrradbeauftragten, den Klimanotstand ausgerufen und 80% ist mit der Verkehrssituation unzufrieden, nur ändern tut sich nichts. Nach wie vor, werden Straßen ohne Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) gebaut, Nordumgehungsstraßen ohne Geh- und Radwege, Kreisel im Verwaltungszentrum Moselweiß ohne sichere und komfortable Übergänge geplant. Die Diskussion zur Kilianstraße, Aachener Straße und Sendenicher Weg im „Unser Rübenach“ zeigt die Unzufriedenheit. Für das Bürgerbegehren Radentscheid Koblenz hat man nach einem Monat bereits 50% der benötigten Unterschriften gesammelt. Das feiert man als Erfolg, man soll auch nicht unzufrieden sein, es werden aber noch ca. 2000 Unterschriften benötigt, um die Mindestanforderung zu erfüllen.
Mit dem Bürgerentscheid möchte man die Stadt Koblenz verpflichten „eine lebenswerte, kinderfreundliche und klimagerechte Stadt, in der alle Menschen gleichberechtigt mobil sein können“ umzusetzen. „Dafür werden an Rhein und Mosel bessere Fußwege und ausreichend Raum für den stetig wachsenden Radverkehr dringend benötigt.“
Aktivisten sammeln Unterschriften man kann aber auch eine Unterschriftenliste im Internet runterladen und selbst im Bekanntenkreis Unterschriften sammeln: https://radentscheid-koblenz.de/wp-content/uploads/2020/09/Unterschriftenliste_Radentscheid.pdf
Koblenz verharrt in der Verkehrsplanung der 70er Jahre. Bis zu dem Zeitpunkt kann man weltweit eine allgemeine Fortschrittsgläubigkeit einer individuellen Mobilität mit einem eigenen PKW (MIV) beobachten. Schon vor 50 Jahren haben andere Städte ein alternatives Mobilitätskonzept entwickelt und umgesetzt. Diese Städte gelten als Vorreiter und werden jetzt oft kopiert. Diese Städte haben erkannt, dass:
– der Verkehrsraum begrenzt ist (Häuser begrenzen den Straßenraum)
– Straßenbau für MIV sehr teuer ist (Hochstraßen, kreuzungsfreie Auf-/Abfahrten)
– der MIV die Umwelt und Bewohner der Innenstädte belastet
– Umgehungsstraßen und Parkflächen große Flächen versiegeln
Das Problem betrifft nicht nur Mega-Citys sondern alle Städte jeder Größe und jeder muss seine Lösung finden. „Wer die Welt verändern will, kann damit beginnen, einen Radweg anzulegen.“ Janette Sadik-Khan, Stadtplanerin von New York. New York hat das Problem erkannt, entsprechend dem Wachstum der Stadt, eine weitere Millionen Einwohner bis 2030, nicht entsprechend Straßen für den MIV bauen zu können. Die Stadtplaner von New York wussten, dass die Menschen nichts an ihrer Fortbewegungsweise ändern würden, solange sie keine sichere Alternative sehen. Was Mega-Citys und Hauptstädte können sollte in einem Oberzentrum möglich sein.
Vom Bauamt Koblenz kann man in regelmäßiger Gleichgültigkeit nur erfahren:
wir werden das mit den zuständigen Behörden absprechen
da kann man nichts machen
bei ausreichenden Finanzmittel werden wir die Maßnahmen umsetzen.
De Facto: nie! Nie?

Wie steht’s eigentlich um die Layer Radler*Innen???

DANGER: 3 km Lebensgefahr!!!

Fotos: Achim Trautmann, Text u. Bildbearbeitung: Ralph Emmerich

Offener Brief von Michael Berger vom 15.10.2020 an OB David Langner:

Lieber OB David Langner,
heute Morgen nach den SWR1-Nachrichten musste ich an Sie denken. Der ADAC bemängelt die Breite der Fahrradwege in 10 Landeshauptstätten – und in Mainz gleich mit Mangelhaft. Glück gehabt – Landeshauptstadt ist Koblenz ja recht knapp nicht geworden – und damit mal nicht in dieser Kritik. Auch wenn der ADFC in seiner 2018er Umfrage für Koblenz mit der Note 4,6 nur den drittletzten Platz für Koblenz ermittelt hat – heute ist mal Ruhe in Koblenz! Aber nur heute, denn die 2020-Umfrage des ADFC läuft bereits und der Homepage www.radentscheid-koblenz ist der link natürlich auch zu finden. Dazu auch viele Beiträge zur aktuellen Situation des Radverkehrs in und um Koblenz. Was z. Bsp. von den 15 Millionen Euro für die schicke Nordtangente noch für Fahrrad/Fuß/Wirtschaftswege übrig geblieben ist, ist leider beschämend (siehe Videos unter Beiträge). Aber dafür sammeln wir ja fleißig Unterschriften in unserem Bürgerbegehren für bessere und sichere Rad- und Fußwege. Zu den erforderlichen 5 % der Wählerschaft in Koblenz (ca. 4.400 Unterschriften) fehlen uns nur noch knapp 1.000 – wir sind also auf der Zielgeraden. Somit dürfen Sie, sowie Tobias Weiß-Bollin (der neue Fahrradbeauftragte) und die gesamte Stadtverwaltung sich darauf freuen, von den Rad-Experten des Radentscheid-Koblenz sehr fundierte Verbesserungsvorschläge zur Radinfrastruktur in Kürze zu erhalten und sie mit uns erfolgreich umzusetzen. In Zeiten sinkender Steuereinnahmen hat das sogar einen großen Vorteil: Rad- und Fußwege sind sehr viel günstiger als Kraftfahrstraßen, vom Klimavorteil dieser Mobilität ganz zu schweigen!
Es grüßt Sie ganz herzlich
Michael Berger Aktiver beim Radentscheid-Koblenz

“Symbolbild Rad- und Fußwege in Koblenz; Stadtverwaltung lässt uns im Regen stehen!”

Nach jedem ergiebigen Regenschauer müssen Radfahrer und Fußgänger über das Schotterbett  oder wir müssen unsere Schwimmflossen anlegen.

Text u. Foto: Stefan Daum

Holger Maier, Mitarbeiter von Scania Deutschland, spricht über Zeitvorteile vom Fahrrad gegenüber dem Auto auf dem Arbeitsweg!

Video: Michael Berger

Video zum Fahrradweg Bahnhof Metternich – Eifelstraße – die neue Fahrrad/Fußgängerbrücke hui – das Pfädchen pfui!

Video: Michael Berger

Leserbrief an die Rhein-Zeitung von Charlotte Keul: In Ehrenbreitstein gerate ich als Radlerin beim Linksabbiegen vom Obertal in die Helfensteinstraße immer wieder in gefährliche Situationen. Es ist die offizielle Radführung von immerhin 4 Ortsteilen in die Innenstadt und entsprechend stark frequentiert. Viele Radfahrer*innen trauen sich gar nicht erst auf die Straße sondern nehmen den Gehsteig. Das wiederum bringt die Fußgänger*innen in Bedrängnis. Seitdem es E-Bikes gibt, nimmt der Radverkehr in die Höhenstadtteile erfreulicherweise stark zu und es wird immer dringender, dass die Verwaltung die Notwendigkeit einsieht und endlich handelt! Die Behebung des Problems war vom Stadtrat auch schon näher in Betracht gezogen worden, durch die Verwaltung aber dann doch nicht durchgeführt worden. Muss wirklich erst ein schwerer Unfall passieren?

Foto: Ralph Emmerich

F/B/G erhielt Antwort auf Fragen zur Nordtangente

Mangelhafte Fahrrad/Fußgänger/Wirtschaftswege und fehlende Fahrrad- / Fußgängerbrücke entlang der Nordtangente – Ein Drama in 3 Akten…

Text und Videos: Michael Berger

Text u. Foto: Egbert Bialk

“Wenn ich wüsste, dass morgen eine Autostraße durch Koblenz gebaut wird, würde ich heute dort ein Apfel-bäumchen pflanzen und natürlich den Radentscheid unterschreiben.”

Foto: Katrin Haguelke, 25.09.2020 bei FfF

Ähnlichkeiten mit der Koblenzer Verkehrspolitik sind nicht beabsichtigt, sondern rein zufällig. Anmerk. d. Red.

Ernst Heimes, Schriftsteller

Warum ich den Radentscheid unterstütze – Es wird höchste Zeit, dass Städte und Dörfer wieder zu dem werden, was sie eigentlich sein sollten: Sichere und behütete Lebensräume für Menschen!
Um das zu erreichen bedarf es auch einer Verkehrswende hin zu sanften Beförderungsformen durch Fahrräder, emissionsarme und energiesparende Busse und Bahnen. Gleichzeitig muss der Individualverkehr drastisch reduziert und in verträglichere Bahnen gelenkt werden. Voraussetzung dazu sind der politischer Wille zum Handeln, eine gescheite, an Wissenschaft und Erfahrung orientierte Planung und schnelle, zielführende Umsetzung.

Bereits seit über 30 Jahren ist den Koblenzer Stadtplanern das Potential des Mühlen- und Eselsbachtales als Fahrradanbindung für Arenberg bekannt, doch für einen Alltagsrad tauglichen Belag müssen wohl noch ein paar Dekaden ins Land gehen:

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Beitrag u. Fotos: Bernhard Theis

Video: Julika Sandrieser

Warum ich beim Radentscheid Koblenz dabei bin? Seit über 30 Jahren bin ich mit dem Rad in Koblenz und Umgebung unterwegs und stelle immer wieder fest, dass dies ein waghalsiges Abenteuer ist. Die Stadt hat in der Vergangenheit viel zu wenig für Radfahrer getan und die Notwendigkeit, sich dem ständig steigenden Radverkehr anzupassen, schlichtweg verschlafen oder ignoriert. Bei der Verteilung des vorhandenen Raumes im Straßenverkehr ober bei der Sanierung von Fahrwegen werden Autofahrer ständig bevorzugt. Radfahrer und Fußgänger ziehen das meist den Kürzeren. Unfälle und Streitigkeiten sind die Folge. Diese untragbaren Zustände bin ich nicht länger bereit hinzunehmen und ich fordere die Verantwortlichen auf, endlich ein zeitgemäßes Verkehrskonzept zu entwickeln und dieses auch schnellstens umzusetzen. Ralph Emmerich

Egbert Bialk, Aktiver beim Radentscheid

„Eigentlich bin ich ein geübter Radfahrer und hab keine Angst vor dem Verkehr. Trotzdem wird das Radeln in Koblenz oft zur Qual, weil ich ständig über Bordsteine, Buckelpisten und Schlaglöcher fahren muss wie in der Beatusstraße. Oder ich muss mir die zu engen Wege noch mit Fußgängern teilen wie am Wöllershof/Saarplatz oder nach Güls. Unfälle und Konflikte sind die Folge. Darum fordert unser Radentscheid Abhilfe durch eine sofortige Sanierung der maroden Koblenzer Wege.“

Michael Berger, Aktiver beim Radentscheid

Mein Fahrrad dreht sich für den Radentscheid-Koblenz weil es gute und sichere Fahrradwege bevorzugt. Klimafreundliche Mobilität ist gesund und hilft sehr, dem gleichnamigen Notstand wirkungsvoll zu begegnen. Leider ist die vorhandene Rad-Infrastruktur in und um Koblenz alles andere als gut > Note 4,6 beim ADFC-Fahrrad-Ranking !

Thomas Bernhard, Arzt und Klimakämpfer

Es wird beängstigend klar, dass Klimaschutz auch Gesundheitsschutz ist und umgekehrt. Denn Kohle- und Ölverbrennung verursachen durch Feinstaub und Stickoxide viele Herz-Kreislauftote, Muskelmobilität dagegen ist sauber und macht zusätzlich fit. Unser Problem beim Klima ist der Zeitdruck, Treibhausgase zu stoppen, und die Ewigkeit der Hitzeschäden. Deswegen müssen die sicheren Fahrradwege JETZT kommen, denn sie sind im Verkehrsbereich Teil der Lösung. Radentscheid!

Beate Busch, Aktive beim Radentscheid

Ich wünsche mir vor allem mehr Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Gute Radwege laden dazu ein, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Ein wichtiger Schritt in Richtung klimafreundliche Stadt.

Lucile Piccand, Ökologischer Freiwilligendienst beim BUND

Ich komme aus Frankreich und arbeite als Freiwillige ein Jahr in Koblenz. Koblenz ist eine schöne Stadt, aber die Radwege sind sehr schlecht. Darum freue ich mich über den Radentscheid.

Andreas Klein, Umweltaktivist

“Den Müll rausstellen hab ich verschnarcht, aber nicht den Radentscheid,” stellt Andreas Klein aus Lützel fest. Der Umweltaktivist hat auch ein eigenes Kabarettprogramm und ist gar kein Radfahrer sondern im Alltag nur zu Fuß unterwegs. Trotzdem freut er sich auf bessere Radwege, “weil dann der Bürgersteig den Fußgängern gehört.”

Charlotte Keul, Aktive beim Radentscheid

Ich bin beim Radentscheid aktiv, weil mir die Umwelt und meine Unversehrtheit sehr am Herzen liegen. Fahrrad und ÖPNV sind ressourcenschonend und klimafreundlich, beim Fahrrad kommt auch noch die Fitness dazu. Beides wird in Koblenz vernachlässigt und ich mag nicht mehr warten, bis zu meiner Rente muss was passiert sein!

Waltraud Daum und Norbert Meyers, Aktive*r beim Radentscheid

Am frühen Morgen des 11.09.20 trafen wir an der Horchheimer Brücke auf eine große Anzahl Radfahrer, die unseren Radentscheid unterstützen wollen. Viele, die diesen Weg in beide Richtungen auf dem Weg zur Arbeit befahren oder als Fußgänger nutzen wissen, was bereits seit Jahrzehnten an Verbesserungen versprochen wurde. Die Horchheimer Brücke ist ein Paradebeispiel für die Qualität der Fuß- und Radwege in Koblenz.

Rheinzeitung vom 02.09.2020

Mit dem Fahrrad rund um die Nordtangente Rheinzeitung vom 02.09.2020

Leserbrief von Werner Rosenbaum Bubenheim

Hallo Herr Karges – und ganz herzlichen Dank für ihr Engagement zur Situation der nicht vorhandenen Radwege rund um Bubenheim. M.E hätten Sie sich an der einen oder anderen ruhig etwas drastischer ausdrücken können; das könnte die Situation nämlich verständlicher und genauer beschreiben. Also ich fahre tagtäglich hier Rad … wenn Sie also kein geübter / routinierter Radfahrer sind, ist die Gefahr einer Verletzung, zumindest aber eines Schadens an ihrem Rad ausgesprochen groß. Es ist angesichts der Investitionssummen rund um die Nordtangente eigentlich eine Zumutung (ich sage Frechheit dazu), dass es nicht möglich gewesen sein soll, hier straßenbegleitend für ein durchgängiges Radwegenetz zu sorgen. Jetzt steuern wir ja auf die dunklen und (wahrscheinlich) nassen Jahreszeiten zu und noch immer enden trotz aller Beteuerungen und Versprechungen ALLE Radwegeverbindungen zwischen Bubenheim und Metternich / Innenstadt entweder in einen unbefestigten Feldweg – der sich dann ja in eine Matschpiste verwandelt hat, oder aber in Grobschotterabschnitten. Diese sind besonders gefährlich, weil man von einem asphaltierten Wegeabschnitt unmittelbar und ohne Vorwarnung eben in diesem Schotterbett landet. Zudem münden ebenfalls alle Radwege irgendwann in eine vielbefahrene Straße, auf der schnell und oft auch rücksichtslos gefahren wird (beispielsweise die Trierer Straße oder Richtung IKEA die Straße „An der Römervilla“. Die ganze Situation hat also mit der vielzitierten und propagierten Verkehrs- und Mobilitätswende überhaupt nix zu tun, schon gar nicht mit einer „Fahrradfreundlichen Stadt Koblenz“. Es wäre sehr zu wünschen, dass sich da vor dem Winter noch Entscheidendes tut; wir bleiben dran!

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