Ernst Heimes, Schriftsteller

Warum ich den Radentscheid unterstütze – Es wird höchste Zeit, dass Städte und Dörfer wieder zu dem werden, was sie eigentlich sein sollten: Sichere und behütete Lebensräume für Menschen!
Um das zu erreichen bedarf es auch einer Verkehrswende hin zu sanften Beförderungsformen durch Fahrräder, emissionsarme und energiesparende Busse und Bahnen. Gleichzeitig muss der Individualverkehr drastisch reduziert und in verträglichere Bahnen gelenkt werden. Voraussetzung dazu sind der politischer Wille zum Handeln, eine gescheite, an Wissenschaft und Erfahrung orientierte Planung und schnelle, zielführende Umsetzung.

Foto: Bernhard Theis

Kommentar zum Rad- und Gehweg in der Brückenstraße in Pfaffendorf. Selbst wenn er nicht zugeparkt ist (siehe Foto), macht er für Radfahrer keinen Sinn. Die Straße, eine Sackgasse zur Pfaffendorfer Brücke hinauf, ist bestens für Radfahrer geeignet. Genutzt wird der Rad- und Gehweg ohnehin nur von den wenigsten Radfahrern. Alle die sich an die Radwegebenutzungspflicht halten, gefährden sich und insbesondere die Anlieger. Meine Bitte: Er sollte den Fußgängern überlassen werden oder zumindest in einen Gehweg auf dem das Radfahren in Schrittgeschwindigkeit gestattet ist, umgewidmet werden. Habt auch den Mut Radwege abzuschaffen, wo sie absolut überflüssig und gefährlich sind. Bernhard Theis

Warum ich beim Radentscheid Koblenz dabei bin? Seit über 30 Jahren bin ich mit dem Rad in Koblenz und Umgebung unterwegs und stelle immer wieder fest, dass dies ein waghalsiges Abenteuer ist. Die Stadt hat in der Vergangenheit viel zu wenig für Radfahrer getan und die Notwendigkeit, sich dem ständig steigenden Radverkehr anzupassen, schlichtweg verschlafen oder ignoriert. Bei der Verteilung des vorhandenen Raumes im Straßenverkehr ober bei der Sanierung von Fahrwegen werden Autofahrer ständig bevorzugt. Radfahrer und Fußgänger ziehen das meist den Kürzeren. Unfälle und Streitigkeiten sind die Folge. Diese untragbaren Zustände bin ich nicht länger bereit hinzunehmen und ich fordere die Verantwortlichen auf, endlich ein zeitgemäßes Verkehrskonzept zu entwickeln und dieses auch schnellstens umzusetzen. Ralph Emmerich

Egbert Bialk, Aktiver beim Radentscheid

„Eigentlich bin ich ein geübter Radfahrer und hab keine Angst vor dem Verkehr. Trotzdem wird das Radeln in Koblenz oft zur Qual, weil ich ständig über Bordsteine, Buckelpisten und Schlaglöcher fahren muss wie in der Beatusstraße. Oder ich muss mir die zu engen Wege noch mit Fußgängern teilen wie am Wöllershof/Saarplatz oder nach Güls. Unfälle und Konflikte sind die Folge. Darum fordert unser Radentscheid Abhilfe durch eine sofortige Sanierung der maroden Koblenzer Wege.“

Michael Berger, Aktiver beim Radentscheid

Mein Fahrrad dreht sich für den Radentscheid-Koblenz weil es gute und sichere Fahrradwege bevorzugt. Klimafreundliche Mobilität ist gesund und hilft sehr, dem gleichnamigen Notstand wirkungsvoll zu begegnen. Leider ist die vorhandene Rad-Infrastruktur in und um Koblenz alles andere als gut > Note 4,6 beim ADFC-Fahrrad-Ranking !

Thomas Bernhard, Arzt und Klimakämpfer

Es wird beängstigend klar, dass Klimaschutz auch Gesundheitsschutz ist und umgekehrt. Denn Kohle- und Ölverbrennung verursachen durch Feinstaub und Stickoxide viele Herz-Kreislauftote, Muskelmobilität dagegen ist sauber und macht zusätzlich fit. Unser Problem beim Klima ist der Zeitdruck, Treibhausgase zu stoppen, und die Ewigkeit der Hitzeschäden. Deswegen müssen die sicheren Fahrradwege JETZT kommen, denn sie sind im Verkehrsbereich Teil der Lösung. Radentscheid!

Beate Busch, Aktive beim Radentscheid

Ich wünsche mir vor allem mehr Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Gute Radwege laden dazu ein, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Ein wichtiger Schritt in Richtung klimafreundliche Stadt.

Lucile Piccand, Ökologischer Freiwilligendienst beim BUND

Ich komme aus Frankreich und arbeite als Freiwillige ein Jahr in Koblenz. Koblenz ist eine schöne Stadt, aber die Radwege sind sehr schlecht. Darum freue ich mich über den Radentscheid.

Andreas Klein, Umweltaktivist

“Den Müll rausstellen hab ich verschnarcht, aber nicht den Radentscheid,” stellt Andreas Klein aus Lützel fest. Der Umweltaktivist hat auch ein eigenes Kabarettprogramm und ist gar kein Radfahrer sondern im Alltag nur zu Fuß unterwegs. Trotzdem freut er sich auf bessere Radwege, “weil dann der Bürgersteig den Fußgängern gehört.”

Charlotte Keul, Aktive beim Radentscheid

Ich bin beim Radentscheid aktiv, weil mir die Umwelt und meine Unversehrtheit sehr am Herzen liegen. Fahrrad und ÖPNV sind ressourcenschonend und klimafreundlich, beim Fahrrad kommt auch noch die Fitness dazu. Beides wird in Koblenz vernachlässigt und ich mag nicht mehr warten, bis zu meiner Rente muss was passiert sein!

Waltraud Daum und Norbert Meyers, Aktive*r beim Radentscheid

Am frühen Morgen des 11.09.20 trafen wir an der Horchheimer Brücke auf eine große Anzahl Radfahrer, die unseren Radentscheid unterstützen wollen. Viele, die diesen Weg in beide Richtungen auf dem Weg zur Arbeit befahren oder als Fußgänger nutzen wissen, was bereits seit Jahrzehnten an Verbesserungen versprochen wurde. Die Horchheimer Brücke ist ein Paradebeispiel für die Qualität der Fuß- und Radwege in Koblenz.

Rheinzeitung vom 02.09.2020

Mit dem Fahrrad rund um die Nordtangente Rheinzeitung vom 02.09.2020

Leserbrief von Werner Rosenbaum Bubenheim

Hallo Herr Karges – und ganz herzlichen Dank für ihr Engagement zur Situation der nicht vorhandenen Radwege rund um Bubenheim. M.E hätten Sie sich an der einen oder anderen ruhig etwas drastischer ausdrücken können; das könnte die Situation nämlich verständlicher und genauer beschreiben. Also ich fahre tagtäglich hier Rad … wenn Sie also kein geübter / routinierter Radfahrer sind, ist die Gefahr einer Verletzung, zumindest aber eines Schadens an ihrem Rad ausgesprochen groß. Es ist angesichts der Investitionssummen rund um die Nordtangente eigentlich eine Zumutung (ich sage Frechheit dazu), dass es nicht möglich gewesen sein soll, hier straßenbegleitend für ein durchgängiges Radwegenetz zu sorgen. Jetzt steuern wir ja auf die dunklen und (wahrscheinlich) nassen Jahreszeiten zu und noch immer enden trotz aller Beteuerungen und Versprechungen ALLE Radwegeverbindungen zwischen Bubenheim und Metternich / Innenstadt entweder in einen unbefestigten Feldweg – der sich dann ja in eine Matschpiste verwandelt hat, oder aber in Grobschotterabschnitten. Diese sind besonders gefährlich, weil man von einem asphaltierten Wegeabschnitt unmittelbar und ohne Vorwarnung eben in diesem Schotterbett landet. Zudem münden ebenfalls alle Radwege irgendwann in eine vielbefahrene Straße, auf der schnell und oft auch rücksichtslos gefahren wird (beispielsweise die Trierer Straße oder Richtung IKEA die Straße „An der Römervilla“. Die ganze Situation hat also mit der vielzitierten und propagierten Verkehrs- und Mobilitätswende überhaupt nix zu tun, schon gar nicht mit einer „Fahrradfreundlichen Stadt Koblenz“. Es wäre sehr zu wünschen, dass sich da vor dem Winter noch Entscheidendes tut; wir bleiben dran!

Bereits seit über 30 Jahren ist den Koblenzer Stadtplanern das Potential des Mühlen- und Eselsbachtales als Fahrradanbindung für Arenberg bekannt, doch für einen Alltagsrad tauglichen Belag müssen wohl noch ein paar Dekaden ins Land gehen:

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Beitrag u. Fotos: Bernhard Theis

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